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Gedicht "Wiehnachten is hüt"

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Wiehnachten is hüt

 Bethlehem-Stall, vör Esel, Schöpe un Ossen.
Dei Wind weihde dör kaputte Sprossen.
Hier heff Maria, von Gott ut erkorn,
dat lüttke Jesuskind geborn.
Sei leggde hier dat naokte Kindken
ganz sachte in dat hölpen Krippken
Dat lüttke Kind will Frieden bringen,
un wi daut Wiehnachtslieder singen.
Dei Schöpfer von dei Welt, dat All
lich hier at armet Kind in'n Stall.

Ganz änners is hüt use Welt.
Et drai't sik alles bloß ümt't Geld.
Bie't Krippken fang dat nu al an,
kiek an wat ik mi günnen kann.
Een Kunstwerk unnern Wiehnachtsboom,
kann ik mi leisten von min Lohn.
Geschenke kopen, bloß dat Beste
is Maude nu tau'n Wiehnahtsfeste.
An Christkind glöwen, dor fangt ok an.
Manch Ein glövt nu an'n Wiehnachtsmann.

At Christ no Kaken inne Wiehnahtstiet,
de Weg dor hen is väl tau wiet.
Dann segg man stolz ut Eitelkeit,
no'n Herrgott hen „das hat noch Zeit".
Un sammeln vör Atveniat,
de Kaken heff doch Euros satt
Un use Popst de Franziskus
heff mit dei Kurie al Verdruss.
Millionen vör Luxus wärt utgäben,
un Mensken smacht üm't naokte Läben.
Väl Lü'e lävt hüt in Überfluß,
un denkt nich an den Lazarus.
Use Herrgott segg wat du häss gäben,
wenn 't aal vörbi is mit us Läben,
Dorüm lao't us immer uk dran denken,
nich bloß dat Christkind mot wat schenken.

Dezember 2014 / von Herbert Läsche

   
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